Das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Wirklich?
Ausgerechnet im Zeitalter von Hochtechnologie und künstlicher Intelligenz soll die Stabilität unserer Stromversorgung wieder davon abhängen, ob der Wind weht oder nicht.
Lokal wird das Projekt als einzelne Anlage präsentiert. Doch ist die Infrastruktur einmal gebaut, ist der Weg für weitere Anlagen geebnet.
Wer mit Befürwortern spricht, hört oft: «Es geht doch nur um ein einziges Windrad.» Formell stimmt das – das laufende Verfahren betrifft eine Einzelanlage.
In der Übersicht der Windparks von Freie Landschaft Schweiz ist Eriswil jedoch als Standort mit einem Potenzial von fünf Anlagen à 225 Meter aufgeführt. Und genau darin liegt das Problem: Ist die erste Anlage gebaut, stehen Zufahrt, Kranstellplatz und Netzanschluss bereits. Jede weitere Anlage lässt sich dann leichter begründen.
Wer «nur eins» sagt, sollte auch verbindlich sagen können, dass es dabei bleibt.
Wir fordern deshalb vom Gemeinderat eine klare, schriftliche Aussage zur langfristigen Planung auf dem Grunholz – vor der Abstimmung.
Ausgerechnet im Zeitalter von Hochtechnologie und künstlicher Intelligenz soll die Stabilität unserer Stromversorgung wieder davon abhängen, ob der Wind weht oder nicht.
Windkraft wird als grüne Schlüsseltechnologie gefeiert. Doch hinter dem positiven Leitbild stehen Fragen, die selten offen diskutiert werden – auch zu wirtschaftlichen Interessen.
Industrie- statt Ruhezone: Hintergrundlärm, Blinklichter, Unruhe. Und was eine Turbine der Klasse Enercon E-160 auf die Waage bringt.