Das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Wirklich?
Ausgerechnet im Zeitalter von Hochtechnologie und künstlicher Intelligenz soll die Stabilität unserer Stromversorgung wieder davon abhängen, ob der Wind weht oder nicht.
Eine Baugrube mit 25 Metern Durchmesser und 3 Metern Tiefe, rund 3'000 Tonnen Stahlbeton – was der Bau des Fundaments für unseren Boden bedeutet.
Wird das Windprojekt von Ihnen als Wählerinnen und Wählern bestätigt, rollen die Bagger an: Eine gewaltige Baugrube mit 25 Metern Durchmesser und 3 Metern Tiefe ist im Gepäck. Der Betonbedarf der Anlage: rund 1'000 m³ – etwa 3'000 Tonnen Stahlbeton.
Das Resultat: Bodenverdichtung durch massive Gewichtsbelastung. Die Mikroporen im Boden, die für die Belüftung und den Gasaustausch (Sauerstoffversorgung für Mikroorganismen und Wurzeln) sorgen, werden durch das Gewicht dauerhaft geschädigt. Der Boden stirbt biologisch weitgehend ab. Durch die Kombination aus Tiefbau, 3'000-Tonnen-Fundament und verdichteten Kranstellflächen werden die natürlichen, unterirdischen Wasserschichten und Quelladern getrennt oder unterbrochen. Ein Raubbau an unserem Kulturland!
Das Projekt steht aus unserer Sicht für eine Energiepolitik, die auf Staatsinterventionismus, Planwirtschaft und Millionensubventionen setzt – mit Einschränkungen von Eigentums- und Nutzungsrechten, fehlender demokratischer Legitimation und der Abkehr von technologischer Offenheit. Private und lokale Interessen werden beschnitten, profitieren tun Investoren: grüner Kapitalismus.
Ausgerechnet im Zeitalter von Hochtechnologie und künstlicher Intelligenz soll die Stabilität unserer Stromversorgung wieder davon abhängen, ob der Wind weht oder nicht.
Windkraft wird als grüne Schlüsseltechnologie gefeiert. Doch hinter dem positiven Leitbild stehen Fragen, die selten offen diskutiert werden – auch zu wirtschaftlichen Interessen.
Industrie- statt Ruhezone: Hintergrundlärm, Blinklichter, Unruhe. Und was eine Turbine der Klasse Enercon E-160 auf die Waage bringt.